Sucht-Selbsthilfe optimieren durch
Gesundheitsförderung: Projekt der fünf
Selbsthilfeverbände zur Erweiterung der
Angebotsstrukturen in den Gruppen um Themen im
Bereich körperlicher Gesundheit.
Gefördert durch das
Bundesministerium für Gesundheit (BMG)
Die fünf
Sucht-Selbsthilfeverbände in der Deutschen
Hauptstelle für Suchtfragen wollen bis September
2010 die Gesundheit verstärkt zum Thema machen. Die
rund 4800 Gruppen der fünf Verbände mit ihren 83.000
Gruppenbesuchern sollen ihre erfolgreichen Angebote
um Themen zur körperlichen Gesundheit erweitern und
zu einem gesundheitsbewussten Leben motivieren. Dazu
haben die Verbände das vom Bundesministerium für
Gesundheit finanzierte und von der Deutschen
Hauptstelle für Suchtfragen unterstütze Projekt
„Sucht-Selbsthilfe optimieren durch
Gesundheitsförderung“ (S.o.G.) gestartet.
Drei Themenkomplexe stehen dabei im Mittelpunkt:
·
Gesunde Ernährung
·
Mehr Bewegung und Sport
·
Weniger Nikotin – rauchfrei leben
Warum dieses Gesundheitsprojekt?
Die
Sucht-Selbsthilfegruppen unterstützen betroffene
Suchtkranke und betroffene Angehörige darin, die
Suchtkrankheit und deren gesundheitlich Folgen zu
überwinden. Seit Jahren sind die Gruppen sehr
erfolgreich darin, Gesundheit im ganzheitlichen Sinn
zu fördern. Denn zur Gesundheit gehören neben dem
Körper auch die Psyche und die Seele. Die Gruppen
bieten Gemeinschaft und Beziehungen an und helfen
dabei, den notwendigen Sinn im Leben zu finden.
Menschen lernen, über ihre Probleme und ihre Gefühle
zu sprechen und andere Lösungen zu finden, als ein
Suchtmittel zu nehmen. Ziel ist ein zufriedenes
Leben ohne Suchtmittel.
Ganzheitliche Gesundheit
ist ein wichtiger Faktor für ein zufriedenes Leben.
Mit
dem Projekt soll das Bewusstsein für ganzheitliche
Gesundheit noch gestärkt werden. Im Vordergrund
stehen körperliche Aspekte, für die in den Gruppen
stärker als bisher Angebote entwickelt werden
sollen. Das Projekt versteht sich als Angebot für
die Gruppen. Gefragt sind kleine Schritte, die am
Ende das Ziel haben, mehr Zufriedenheit und Qualität
in das eigene Leben zu bringen. Ganz nebenbei
entstehen attraktive Angebote in den Gruppen, die
Gemeinschaftsgefühl und Lebensfreude stärken. Das
alles funktioniert über das, was Sucht-Selbsthilfe
stark macht: das Engagement seiner Mitglieder.
Wie sollen die Ziele erreicht
werden?
Insgesamt 80 Ehrenamtliche,
jeweils 16 aus jedem Verband, bekommen im Laufe des
Jahres von Profis in drei Wochenend-Workshops in
vier Regionen zu den Themen Ernährung, Sport und
Bewegung sowie Rauchen spezielle Schulungen. Ebenso
erhalten sie Informationen zu Salutogenese, die
richtige Balance im Leben und motivierende
Gesprächsführung. Die 80 Freiwilligen machen so
selbst Erfahrungen mit den Themen und sollen diese
ebenso wie das gewonnene Wissen als „Sympathieträger
für die Gesundheit“ in ihre Gruppe bzw. ihre Region
weiter tragen. Außerdem macht sich eine
verbandsinterne Arbeitsgruppe Gedanken dazu, wie im
Verband neue Impulse zum Thema Gesundheit gesetzt
werden können. So werden alle Beteiligten zu
Gewinnern in Sachen Gesundheit.
Hier finden Sie den ersten
Info-Brief
des Projektes zum Thema Ganzheitliche Gesundheit.