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Der Mensch ist nie total
am Ende - wenn er will, gibt es immer einen
NEUEN ANFANG!
Wer sind
wir, was tun wir?
Wir sind eine
selbständige, nicht geleitete Selbsthilfegruppe
für Menschen mit Suchtproblemen,
und richten unsere ehrenamtliche Tätigkeit nach dem Leitbild
der
Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe Bundesverband
e. V. aus:
1. Wir setzen auf
persönliche Beziehungen.
"Ein Freund ist ein Mensch, der
mich annimmt, wertschätzt
und versteht. Auf Freunde kann ich mich jederzeit verlassen,
und Freunde können auf mich zählen."
Davon gingen die ehemaligen Patienten aus Fachkrankenhäusern
der Diakonie aus, als sie 1956 die ersten Freundeskreise
gründeten,
und das ist auch heute noch Programm der Freundeskreise.
Das Zusammensein ist geprägt von Freundschaft, von offenem
Austausch und gegenseitiger Unterstützung.
Persönliche Beziehung und Freundschaft werden als Grundlage
für ein zufriedenes Leben ohne Suchtmittel angesehen.
2. Wir sehen den ganzen
Menschen.
Im Mittelpunkt von
Freundeskreisarbeit steht der von Sucht
betroffene Mensch. Freundeskreise haben hier eine
ganzheitliche
Sichtweise. Es geht also nicht nur um die körperliche,
sondern
auch um die seelische Gesundheit. Dabei ist vor allem eine
Antwort
auf die Frage nach dem Sinn des Lebens zu finden.
Freundeskreise wollen den Prozess der Sinnfindung
unterstützen.
Christliche Grundwerte, insbesondere die Liebe zum Nächsten,
sind dabei das Fundament. Aus diesem Verständnis heraus
gehören die Freundeskreise zur Diakonie. Freundeskreise sind
jedoch offen für alle Konfesionen.
3. Wir begleiten
Abhängige und Angehörige gleichermaßen.
Nach wissenschaftlichen
Erkenntnissen können Abhängige
wie Angehörige gleichermaßen - wenn auch anders - von der
Sucht betroffen sein. Freundeskreise betrachten Sucht als
Familienkrankheit. Deshalb sind sie nicht nur für abhängige
Menschen offen, sondern genauso für die (Ehe-)Partner/innen,
Kinder, persönliche Freunde und Arbeitskollegen von
Suchtkranken
oder Suchmittelmissbrauchern. Auch Angehörige bekommen
ebenso den Raum in der Gruppe, den sie für die Bearbeitung
ihrer eigenen Probleme benötigen. Vielerorts gibt es auch
spezifische, zielgruppenorientierte Gruppenangebote.
4. Wir verstehen uns
als Selbsthilfegruppen.
Selbsthilfe kennzeichnet:
Selbstbestimmung, Eigenverantwortung,
Gleichberechtigung und Freiwilligkeit. Menschen kommen in
Selbsthilfegruppen, weil sie am Ende sind und ihre Probleme
mit
Suchtmitteln nicht mehr allein bewältigen können. Die
Erfahrungen
der anderen Betroffenen machen Mut und können einen
Umdenkungsprozess in Gang setzen. Neue und andere
Möglichkeiten, dass eigene
Leben zu gestalten, eröffnen sich.
Das betrifft insbesondere auch den Umgang mit Konflikten.
Somit können Menschen in der Selbsthilfe persönlich reifen
und sich weiter entwickeln.
In den Selbsthilfegruppen der Freundeskreise gibt es keine
Hierarchien, keine Statuten oder schriftliche
Verpflichtungen.
Einzig die selbst auferlegte
Verpflichtung, über
Inhalte des
Gruppengesprächs nach außen zu
schweigen, ist notwendig,
damit das Gespräch in der Gruppe funktionieren kann.
5. Wir begleiten in
eine zufriedene Abstinenz.
Suchtkrankheit kann nur dann
zum Stillstand kommen, wenn der
Suchtmittelkonsum eingestellt wird. Ein abhängiger Mensch
ist
nicht in der Lage, dauerhaft den Suchtmittelkonsum zu
steuern
oder zu kontrollieren. Den Entschluss zur
Suchtmittelabstinenz
trifft jedes Freundeskreismitglied selbstbewusst und
eigenverantwortlich.
Die Gruppe begleitet den Prozess zur Entscheidungsfindung
als
solidarische Gemeinschaft und unterstützt in
Krisensituationen.
6. Wir sind für alle
Suchtformen offen.
Freundeskreise sprechen mit
ihrer Gruppenarbeit in erster Linie
Menschen mit einer Alkohol- und/oder Medikamentenproblematik
an. Die Gruppen sind jedoch offen für andere Süchte, wie zum
Beispiel Spielsucht und Essstörungen. Auch Menschen mit
einer
Abhängigkeit von illegalen Drogen sind willkommen.
Freundeskreise bemühen sich um Offenheit, denn sie wollen
gerade auch junge Menschen ansprechen, die oftmals nicht
nur von einem Suchtmittel abhängig sind. Freundeskreise
bieten
Hilfe zur Gruppengründung an, um Abhängige von anderen
Süchten zu untersützen.
7. Wir leisten
ehrenamtliche Hilfe.
Menschen in den Freundeskreisen
können nach einer gewissen Zeit
der Reifung zu aktiven Mitarbeiter/innen in der
Suchtselbsthilfe
werden. Sie geben dann ihre persönlichen Erfahrungen an
Interessierte weiter und informieren über Suchterkrankungen
in Schulen, Konfirmandengruppen, Betrieben etc. Dies
geschieht
immer Ehrenamtlich und unentgeltlich. Mit diesem
bürgerschaftlichen
Engagement leisten die Mitglieder der Freundeskreise einen
wichtigen gesellschaftlichen Beitrag und tragen zu
Einsparungen
im Gesundheitswesen bei.
Die Übernahme von Aufgaben bringt jedoch auch finanzielle
Belastungen mit sich und ist kaum ohne ideelle und
materielle
Unterstützung durchzuführen. Die Annahme von öffentlichen
Geldern bringt Sachzwänge mit sich, die die Struktur einer
Selbsthilfegruppe beeinflussen und auch gefährden können.
Freundeskreise sind sich dieser Gefahr bewusst. Der
unbestrittene Grundsatz der Hilfe zur Selbsthilfe steht
dabei
immer an erster Stelle.
8. Wir arbeiten im
Verbund der Suchtkrankenhilfe.
Das Angebot der Freundeskreis
umfasst Beratung und Betreuung
im Sinne von Selbsthilfe, Motivationsarbeit, Durchführung
von
Gruppenabenden, von Hausbesuchen und Begleitung der
Suchtkranken und Angehörigen zu Beratungsstellen,
Fachklinkiken,
Behörden etc.
Allein durch den Anschluss an eine Freundeskreisgruppe
finden immer mehr Suchtkranke und Suchtmittelmissbraucher
den Weg zur abstinenten Lebensgestaltung.
Freundeskreise arbeiten im Behandlungsverbund der
Suchtkrankenhilfe partnerschaftlich mit anderen
Institutionen
zusammen, insbesondere mit Beratungsstellen und
Fachkliniken.
Sie verstehen sich als eine verlässliche Säule des
therapeutischen Verbundes. Haupt- und Ehrenamtliche können
sich so vor Ort optimal ergänzen.
Auf Landes- und Bundesebene sind Freundeskreise über ihre
Mitgliedschaft im Gesamtverbund für Suchtkrankenhilfe im
Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland e.
V.
(Berlin) und in der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e.
V.
(Hamm) in den Behandlungsverbund eingebunden. Mit den
Selbsthilfe- und Abstinenzverbänden gibt es eine gute
Kooperation, was unter anderem in der Durchführung
gemeinsamer Projekte zum Ausdruck kommt.
9. Wir sind
Freundeskreise.
Freundeskreis bedeutet: Ein Kreis von Freunden. Im Laufe
ihrer
Entwicklungsgeschichte haben sich Freundeskreise organisiert
und Strukturen geschaffen. Sie haben Landesverbände und
schließlich den Bundesverband gegründet. Über diese
Gemeinschaft
wissen sich die Mitglieder als Freunde verbunden. Ein
Netzwerk der
persönlichen Hilfe ist entstanden. Diese gewachsenen
Organisations-
strukturen werden von allen Mitgliedern mitgetragen und
anerkannt.
Deshalb leisten Freundeskreis-Mitglieder auch ihren
finanziellen Beitrag zur Gemeinschaft.
Die Präsentation der Gemeinschaft in der Öffentlichkeit
erfolgt
durch die Wort- und Bildmarke des Freundeskreis-Logos.
Freundeskreise sind keine anonymen Gruppen. Die
Gruppenbegleiter
sind namentlich als Ansprechpartner bekannt.
Wir leben
und handeln nach dem International gültigen
Gelassenheitsspruch
Gott gebe mir die Gelassenheit,
Dinge hinzunehmen,
die ich nicht ändern kann,
den Mut Dinge zu ändern,
die ich ändern kann,
und die Weisheit das eine
vom anderen zu unterscheiden.
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Unser Freundeskreis trifft sich:
Jeden Freitag 19:00 Uhr bis ca.
21:00 Uhr
in der Evangelischen Stadtmission
Halle (kleiner Saal)
Weidenplan 3 - 5
06108 Halle (Saale)
- für alle die einen neuen Anfang suchen jeden
Freitag ab 18:00 Uhr -
Unsere Angehörigen treffen sich:
jeden letzten Freitag im Monat 19:00 Uhr bis
ca. 21:00 Uhr
in der Evangelischen Stadtmission Halle
(Gruppenraum)
Ziele
und Inhalte unserer Treffen:
- Erstkontakt bei Problemen mit Suchtmitteln
- Einsicht in die Abhängigkeitsproblematik
- Begleitende Hilfen während einer Behandlung
- Hilfe bei der Bewältigung des Alltags
- Vermittlung weiterer Hilfen
Voraussetzung
dafür ist:
- vom lieb
gewonnenen Suchtmittel LOSKOMMEN wollen
Wir stellen unseren Freundeskreis im Wechsel
14-tägig in der Entgiftungsstation der Diakonie Halle (Station XI),
und jeweils den ersten Donnerstag im Monat im Psychiatrischen
Krankenhaus der AWO in Halle-Neustadt vor,
um Betroffenen einen Weg aus der Sucht zu zeigen.
Bei Bedarf stellen wir
unseren Freundeskreis auch an Schulen und anderen Einrichtungen vor!
Sollte Bedarf bestehen, so klickt bitte hier:
Kontakt
Weitere
Informationen rund um die Süchte erhaltet Ihr hier:



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